[So geht’s] Mining Rechner – Krypto-Mining Kalkulation

Die Frage nach der richtigen Kalkulation beim Krypto-Mining – Wer in das Mining von diversen Kryptowährungen einsteigen will, der sollte sich vor allem die Frage stellen, ob er das mit Profitabsichten machen möchte. Denn mit zunehmender Rechenleistung wird es von Stunde zu Stunde schwieriger Coins zu minen, was am ständig steigenden Schwierigkeitsgrad der zu berechnenden Aufgaben liegt. Dieser muss steigen, denn das Netzwerk sieht nicht vor, beliebig viele Coins produzieren zu lassen. Es gilt demnach mehr zu beachten, als kWh, TH/s und Kurswerte den imaginären Kampf in der virtuellen Welt anzusagen.

Mining ist ein Trend, dem man sich nicht entziehen kann, ist es doch aus der Nische einer obskuren Verwendung von Hardware längst herausgekommen. Das Kryptomining ist keine Vorliebe von Nerds – nein, es ist ein Hype und schon seit einiger Zeit im Mainstream angekommen.

Mit der passenden Kalkulation kann die ideologische Haltung „dabei sein ist alles“ vernachlässigt und ein gewinnbringendes Nebeneinkommen geschaffen werden. Wie das am ehesten funktionieren kann – erklären unsere folgenden Parameter, die sich am Ende zu einem Mining Rechner zusammenfügen.


💡 Online Mining Rechner

1 / Cryptocompare

Mit Cryptocompare können alle großen Krypto-Währungen berechnet werden.
Wer sich über die genauen Gegebenheiten zwischen den Währungen informieren möchte, der kann Bitcoins, Ether, Dash, Litecoins, Ethereum Classic, Monero, Zcash und Pascal berechnen.

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Der Mining Rechner von cryptocompare | Bildquelle Screenshot: www.cryptocompare.com/mining/calculator/

Hierzu werden die nötigen Parameter in die drei unterschiedlichen Eingabefelder eingetragen. Bitte gehen Sie bei der Berechnung so exakt wie nur möglich vor. Werte auf das Komma genau angeben. Links tragen Sie die vom Hersteller anzunehmende Hashrate Ihrer Hardware ein, danach den Watt-Verbrauch und am Ende die Höhe der Stromkosten. Die Angabe erfolgt in USD. Mittig kann direkt mitverfolgt werden, wie sich die Zahlen im Gewinn oder Verlustbereich verändern, sofern Sie Ihre Voraussetzungen von Hashrate, Stromkosten und Wattleistung beliebig variieren.


2 / CoinWarz

Eine weitere flächendeckende Lösung bietet CoinWarz

Insgesamt 192 verschiedenen Mining Rechner findet man auf CoinWarz. Wer zuerst unsicher ist, für welche Währung er sich beim Mining entscheiden soll, der kann sich an den nackten Zahlen probieren. Funktionsweise ist identisch, einfach die Eingabefelder mit Hashrate, Stromkosten und Wattleistung ausfüllen und die Gewinnzone errechnen. Alle Preisangaben sind ebenfalls in USD angegeben.

💡 hier eine Beispielrechnung von Anfang März 2018 für Bitcoin (z.B.) mit dem Bitmain Antminer S9

 

Coinwarz Mining Rechner | Bildquelle Screenshot: www.coinwarz.com/calculators

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Coinwarz Bitcoin Mining Rechner | Bildquelle Screenshot: www.coinwarz.com/calculators/bitcoin-mining-calculator


3 / WhatToMine

Mit WhatToMine gelingt eine einfache Eingabe aller Parameter und man erhält eine Gesamtübersicht der wichtigsten Währungen. Zur Berechnung steht außerdem die Angabe der verwendetetn GPU zur Verfügung. Alle Angaben sind in USD.

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WhatToMine Mining Rechner | Bildquelle Screenshot: whattomine.com


Mining Kalkulation – Wettlauf gegen die Zeit

Erfolgreiches Mining ist keine große Wissenschaft, vielmehr ist es eine nüchterne Kalkulation mit welchem Spaten der Bergmann möglichst viel Gold aus der Mine holen kann. Anders gesprochen – die Hardware und die Dauer ihrer Einsatzfähigkeit mal der Leistungsfähigkeit ergibt einen Coinwert, der im Idealfall Gewinn einbringt.

Die Zeit als zu berücksichtigender Faktor in der Berechnung von Wirtschaftlichkeit und Break-Even. Im Grunde stellt sie das Maß aller Faktoren her. Strom wird nach kW pro Stunde berechnet, die Hashrate pro Sekunde, die Hardware nach ihrer tatsächlichen Laufzeit bzw. Arbeitszeit und der Wert eines Coins hat sich in Tagen, Monaten oder Jahren hoffentlich vervielfacht.

Sie sehen, eigentlich ist die Entscheidung für das Schürfen eine, rund um den Mining Calculator.

Coinwerte beachten

Inzwischen gehen Experten davon aus, dass es knapp 1.000 Kryptowährungen geben dürfte. Rund 700 von ihnen werden online gehandelt. Bitcoins, die wohl bekannteste unter ihnen, konnte im März 2016 erstmals einen höheren Wert verzeichnen, als eine Feinunze Gold. Die exakte Frage nach den Kurswerten lässt sich aufgrund der hohen Kursschwankungen wohl nur im Tagesgeschäft beantworten. Wer auf maximale Sicherheit im Leben setzt, für den ist an dieser Stelle GameOver. Für alle anderen gewinnt der Blick in die Zukunft, denn betrachtet man die Marktkapitalisierungen kann einem in Anbetracht der enormen Zahlen leicht schwindlig werden. Die Grundvoraussetzungen der diversen Währungen sind denkbar unterschiedlich.

Entsprechend unabhängig ist ihre Kursentwicklung. Bitcoins konnten im Sommer einen Kursanstieg auf mehr als 4.000 USD verbuchen und stellen mit knapp 80 Millionen Dollar, ca. 45 Prozent, den größten Anteil. Ether entspricht eigentlich der Währung einer Plattform und konnte sich mit mehr als 36 Millionen Dollar einen Anteil von immerhin knapp 21 Prozent sichern. Zu den bekanntesten unter den restlichen Kryptowährungen zählen Ripple, Litecoin, Bitcoin Cash, IOTA, Dash und NEM. Ihre Kapitalisierungen bewegen sich zwischen zehn und zwei Millionen Dollar.

Anhand dieser verblüffenden Zahlen sind die Dimensionen für die Zukunft schier unglaublich. Genau hier beginnt das Entwicklungspotenzial einiger Währungen. Sie gewinnen mehr und mehr an Akzeptanz und ihre Coins können von Jedermann geschürft werden. Einzige Ausnahmen bildet Ripple und NEM, ihre Währungseinheiten werden von den Eigentümern aufgelegt bzw. ausgegeben und können nicht geschürft, aber gekauft werden.

Wer den Coinwert als Kalkulationsfaktor miteinbezieht, sollte sich an die Idee hinter der Währung halten. Noch ist bei den Kryptowährungen jede Menge Luft nach oben. Nur Bitcoins konnten alle anderen abhängen. Stellt sich die Frage – was passiert, wenn das erst der Anfang im Rennen um die Coins war? Welche Währung ist die nächste?
Klar ist, je leichter der Schwierigkeitsgrad der Rechenleistung, desto mehr Coins können geschürft werden. Steigt deren Kurs binnen kurzer Zeit, werden viele auf diesen Zug aufspringen wollen. Wer also früher und zu einem günstigeren Preis einsteigen kann, der wird auf Zeit Profit erwirtschaften. Dieser Kalkulationspunkt kann in jedem Mining Calculator berücksichtigt werden.

Hashrate maximieren

Neben den anfallenden Stromkosten ist die zu erwartende Hashrate der markanteste Punkt in der gesamten Kalkulation. Ihre Höhe ist maßgeblich dafür verantwortlich, ob in der Gewinnzone geschürft werden kann. Unterschiedliche Kryptowährungen generieren, je nach Schwierigkeitsgrad, mehr oder weniger leicht zu erreichende Rechenleistungen. Die gesamte Leistung des Miners wird anhand der Hashrate gemessen. Ein Hash ist eigentlich eine mathematische Funktion, die es möglich macht, beliebig viele Daten in eine numerische Kette mit festgelegter Länge zu verwandeln. Mega- oder Terahashes sind die Einheiten, in denen die Vergütung anteilig an der Gesamtleistung berechnet werden können.

Wer als Individuum zu schürfen beginnt, sollte sich anhand des Schwierigkeitsgrades (Difficulty) einem Mining-Pool anschließen, um effektiver arbeiten zu können. Grundsätzlich definieren Hashrates die Rechenleistung jeder GPU, CPU. Je niedriger sie ist, desto weniger Strom wird verbraucht. Hochleistungsgeräte sind wahre Energiebündel, deshalb muss deren höherer Verbrauch in jede Kalkulation mit einbezogen werden.

Günstige GPUs, also Grafikkarten, sind mit wenigen Hashrates ausgestattet. AMD Karten versprechen bereits deutlich höhere Leistungen von bis zu 30 MH/s, wie auch der Konkurrent Nvidia. Allerdings kosten die Karten nicht wenig. Günstigerer Modelle bewegen sich von 1,5 bis 25 MH/s, hier entscheidet vor allem der Preis, die Effizienz und letztendlich die Effektivität des gesamten Rechners.

Die erforderliche Hashrate ist einfach in den Mining Calculator einzugeben und liefert verlässliche Ergebnisse.





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Strompreis kalkulieren

Deutschland zählt leider zu den teuersten Stromländern der Welt und wer viel Power ins Rennen schicken möchte, der wird auch jede Menge Strom benötigen. Eine AMD Radeon RX 470 zieht bis zu 120 Watt. Versechsfacht man den Wert, wie es unter realistischen Bedingungen in der Mining-Rig der Fall wäre, muss man mit rund 800 Watt rechnen. Hält das ATX Netzteil eine Wirkung von 85 Prozent, dann erreicht man rund 940 Watt Leistungsaufnahme.

Bei einem 24/7 Betrieb ergeben sich daraus 22,6 kWh (Kilowattstunden) pro Tag. Bei einem Preis von durchschnittlich 29 Cent pro kWh, muss sich jeder professionell eingestellte Miner fragen, ob er mehr als 6,60 Euro täglich an Krypto-Coins erwirtschaften kann, um aus der Verlustzone herauszukommen und das ganz ohne Berücksichtigung der Hardware-Aufwendungen.

Es lohnt sich in diesem Fall immer, die Stromkosten wirklich genau im Blick zu haben. Entweder man produziert über Solaranlagen selbst Energie, kommt in den Genuss, aufgrund eines Gewerbes, Industriestrom zu beziehen, oder aber man wechselt zu einem günstigeren Anbieter (sofern möglich). In jedem Mining Rechner befindet sich die Möglichkeit die angenommenen Stromkosten mit einzubeziehen.

Hardware-Kosten bedenken

Die mit Abstand wichtigste Kalkulationsfrage ist jene, der zukünftigen Rechenleistung. Normale CPUs sind für die meisten Kryptowährungen ausreichend, doch der Gewinn mit ihrer geringer ausfallenden Leistung ist eher mager. Wesentlich effizienter sind Grafikprozessoren (GPUs), denn sie sind in der Lage, mehrere 32-Bit-Befehle zur selben Zeit auszuführen. Beste Wahl sind nach wie vor AMD Grafikkarten mit einer sehr effektiven Megahash-Leistung, gefolgt von Nvidia. Wer wirklich professionell an das Projekt „Krypto-Mining“ herangehen möchte, der wird um eine sogenannte Mining-Rig nicht vorbeikommen. Rigs sind Rechner mit gleich mehreren Grafikkarten, die eine besonders hohe Megahash-Leistung erbringen können.

Verschiedene Hersteller sind dem Mining Trend rasch gefolgt. Inzwischen werden spezielle Mining-Mainboards mit möglichst vielen PCI-Express-Slots angeboten, wie zum Beispiel Asrock H81 Pro BTC R2.0. Die Slots dienen zur Anbindung an die Grafikkarten, die nicht mehr direkt auf das Mainboard gesteckt werden. Durch den sparsam verwendeten Platz können maximal vier Dual-Slot-Grafikkarten in einem ATX-Gehäuse verbaut werden. Der offene Rahmen bietet einen gewissen Schutz vor zuviel Hitze, die Kühlung ist effizienter. Verbunden werden Mainboard und Grafikkarte mit einer powered Riser Card.

Bis ein Mining-Rechner läuft vergehen einige Überlegungen, mit welcher Qualität und Rechenleistung man die eigene Mine zum Schürfen ausstatten möchte. Rigs sind effizienter, jedoch erheblich kostenintensiver, sowohl im Energieverbrauch, als auch in den Anschaffungskosten.

Benötigt werden in jedem Fall

  • geeignete Grafikkarte (AMD, Nvidia – hier entscheidet Leistungskapazität über den Preis)
  • USB 3.0 Kabel (überall erhältlich)
  • Powered Riser Cards (je nach Modell ca. 8 bis 20 Euro)
  • Offenes Gehäuse (im Fachhandel ca. 150 Euro, kann aber auch selbst gebaut werden)

Je genauer Sie im Mining Rechner Ihre Hardware-Ausgaben definieren können, desto exakter das Ergebnis.


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