Brauche ich denn wirklich eine Hardware Wallet?

Das fragt sich früher oder später jeder Bitcoin-Investor. Und nicht nur für Bitcoin und Ether gibt es mittlerweile Hardware Wallets, sondern auch für XEM, Ether Classic, Neo, Monero, XLM, etc. Dies ist auch kein Wunder, denn Hardware Wallets sind tatsächlich essentiell. Wenn Du noch keine Hardware-Wallet besitzt, dann ist es höchste Zeit für Dich jetzt zu erfahren, warum jeder der Kryptowährungen hält, nutzt oder handelt, eine benötigt.

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Die Sicherheit der Kryptowährungen sollte nicht vernachlässigt werden | © Mingis – Fotolia.com

Niemand gibt gerne 100€ für ein Stück Plastik aus. Doch wenn es sich bei diesem Stück Plastik um eine Hardware Wallet handelt, dann kauft man etwas ganz anderes: Sicherheit! Die meisten Kryptohalter täuschen sich, wenn sie denken ihr digitales Vermögen wäre sicher. Die Wahrheit ist nämlich: “Kryptowährungen sind nur so sicher, wie sie aufbewahrt werden.” Die meisten bewahren ihre Kryptowährungen nur leider direkt dort auf, wo sie diese erworben haben. Egal ob es sich um Coinbase, Bitpanda oder Bitcoin.de handelt – All diese Plattformen können gehackt werden und sind täglich Tausenden von Hackerangriffen ausgesetzt. Diese Hackerangriffe sind regelmäßig von Erfolg gekrönt, was teilweise sogar den Kurs ganzer Währungen in den Keller gehen lässt. Wer sich besser mit Kryptowährungen auskennt, der entscheidet sich zumeist dazu Online Wallets, Offline Wallets oder eine Paperwallet zu verwenden. Leider sind auch diese drei Möglichkeiten keine gute Option.


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Online Wallets

Online Wallets sind mit dem Internet verbunden und damit automatisch angreifbar. Dieser Tatsache sind sich die Walletprovider natürlich bewusst, weshalb Online Wallets nur mit komplizierten Passphrasen (den sogenannten Private Keys) geöffnet werden können. Doch auch hier gibt es leider das Problem, dass jeder, der den Private Key kennt von überall aus auf die Wallet zurückgreifen kann. Weil dies eine so eklatante Gefahr darstellt empfehlen die meisten Experten einen regelmäßigen Wechsel der Private Keys. In der Praxis geht dem jedoch kaum jemand nach und das ist auch verständlich, denn die Gefahr sich bei den dutzenden Private Keys zu verzetteln ist einfach zu groß. Besonders umständlich ist das Ganze natürlich, wenn man ein diversifiziertes Portfolio mit mehreren verschiedenen Kryptowährungen hält. Nicht selten verschwanden zudem Zettel mit Private Keys. Tausende von Leuten verlieren dadurch tausende von Euro.


Offline Wallets

Offline Wallets sind im Grunde genommen dasselbe wie Online Wallets nur ein ganzes Stück sicherer. Es sind Programme, die am besten separat auf einen USB-Stick aufgespielt werden und nur dann mit dem Internet in Verbindung treten, wenn sie genutzt werden. Leider kommen mit der gesteigerten Sicherheit auch neue Probleme, denn nun dürfen weder USB-Stick noch das notierte Passwort abhanden kommen. Zudem greifen selbst Offline Wallets immer wieder auf das Internet zu.

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Paper Wallets

Paper Wallets sind eine besondere Form der Offline Wallet. Sie werden Online erstellt, ausgedruckt und dann sicher und getrennt vom Private Key aufbewahrt. Hier muss vor allem bei der Erstellung der Wallet Acht gegeben werden, denn selbst wenn der Drucker mit dem Internet in Verbindung steht, können Profis die Daten auslesen. Die Gefahr ausgeraubt zu werden ist bei einer Paper Wallet schon deutlich geringer, jedoch ist sie auch ebenso unpraktisch. Papier kann nass werden, zerrissen werden und verloren gehen. Außerdem muss natürlich immer noch jedes Mal auf einen Online Client zurückgegriffen werden, wenn digitales Geld verschickt werden soll.

Kryptowährungen werden in den Medien oft als unsicher hingestellt. Doch das stimmt so nicht. Die Technologie, die hinter Kryptowährungen steckt, macht diese zu einem der sichersten Dinge der Menschheitsgeschichte. Das Problem entsteht nur dadurch, dass sich die meisten noch nicht an digitale Währungen gewöhnt haben. Das Bemerkenswerte an Kryptowährungen ist, dass diese unabhängig vom Bankensystem funktionieren. Jeder ist mit Bitcoin und Co. seine eigene Bank. Das ist eine großartige Entwicklung, die uns viel Freiheit gibt. Mit viel Freiheit kommt jedoch auch große Verantwortung. Dass Du Deine eigene Bank bist, bedeutet nämlich auch, dass Du Dich selbst um die sichere Verwahrung kümmern musst. Nun kannten schon ganz zu Beginn von Kryptowährungen viele das Problem und so wurden schon bald Geräte entwickelt, die sie Lösen sollten: Hardware Wallets.

Eine Hardware Wallet kostet im Schnitt 100€ und ist dafür Safe, Schlüssel und Überweisungsdienstleister in einem. Nicht jeder benötigt eine Hardware Wallet. Wer nur Kleingeld besitzt, der muss darauf nicht besonders aufpassen. Wer jedoch viele hundert Euro dabei hat, der würde diese auch nicht in unbeaufsichtigt herumliegen lassen.

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